An diesen Orten weltweit werden Touristen am häufigsten bestohlen
Nur ein Moment der Unachtsamkeit – und schon fehlen Smartphone oder Geldbeutel. Taschendiebstahl und Betrugsfallen können den schönsten Urlaub im Handumdrehen verderben. Aber in welchen Städten ist die Gefahr am größten?
Der Gepäckaufbewahrungsservice Radical Storage hat 13.000 Google-Rezensionen ausgewertet, in denen Diebstahl erwähnt wird. Die Analysen beziehen sich auf den Zeitraum von Oktober 2024 bis November 2025 und decken 100 Städte aus dem Euromonitor Top 100 City Destinations Index ab.
Die Ergebnisse zeigen, wo Touristinnen und Touristen besonders wachsam sein sollten. Besonders im Fokus stehen dabei beliebte Sehenswürdigkeiten und Attraktionen.
Wir stellen die Top-Diebstahl-Hotspots vor und verraten, wie du dich am besten vor Diebstahl und Betrug im Urlaub schützen kannst.
Überblick
- Taschendiebstahl im Urlaub: Hier passiert er am häufigsten
- 1. Paris, Frankreich
- 2. Rom, Italien
- 3. Barcelona, Spanien
- 4. Bangkok, Thailand
- 5. Orlando, USA und Istanbul, Türkei
- Delhi verzeichnet die meisten Betrugsmeldungen
- Touristenfallen enttarnen: So schützt du dich vor Betrug im Urlaub
- Reisehinweise prüfen – vor der Abreise
- Typische Touristenfallen erkennen
- Was tun im Schadensfall?
Taschendiebstahl im Urlaub: Hier passiert er am häufigsten
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1. Paris, Frankreich
Paris ist laut der Auswertung unangefochtene Hauptstadt des Taschendiebstahls: 16,5 Prozent aller Diebstahlberichte aus dem Jahr 2025 beziehen sich auf die französische Stadt. Davon sind rund ein Drittel Taschendiebvorfälle.
Besonders stark frequentierte Orte wie der Eiffelturm oder Montmartre gelten als Mekka für die Langfinger: Typische Tricks seien dabei der „Freundschaftsarmband-Trick“, vorgetäuschte Spenden oder Ablenkungen wie der „verlorene Ring“.
Auch wenn Montmartre mit seiner Kultur, Küche und seinen charmanten Gassen lockt, gilt: Wertsachen immer dicht am Körper tragen und Taschen niemals unbeaufsichtigt lassen.
2. Rom, Italien
Rom folgt auf Platz zwei mit 10,7 Prozent der Diebstahlmeldungen. Die historische Altstadt und die belebten Touristenstraßen bieten Taschendiebinnen und ‑dieben ideale Bedingungen. Überfüllte Plätze und Verkehrsknotenpunkte verstärken das Risiko ebenfalls.
In einer Analyse des Campingfahrzeug-Vermieters Paul Camper anhand von Eurostat-Daten und Polizeistatistiken aus dem Jahr 2024 gelten als Hotspots der Taschendiebe das Kolosseum, die Vatikanstadt und der Trevi-Brunnen.
Für die Besichtigung des berühmten Brunnens müssen Reisende inzwischen eine Eintrittsgebühr von 2 Euro zahlen. Mit der Gebühr, die auch per Kreditkarte bezahlt werden kann, möchte die Stadt Rom den Besucherstrom eindämmen. Ob das auch die Taschendiebe abschreckt, bleibt abzuwarten.
3. Barcelona, Spanien
Barcelona wird in 5,3 Prozent der Diebstahlsberichte auf Google erwähnt. Laut Radical Storage sollten Touristinnen und Touristen vor allem in überfüllten Touristenzentren wachsam sein und Wertgegenstände sicher verstauen.
Die belebten Straßen, die Flaniermeile Las Ramblas, die Sagrada Família und der Park Güell ziehen jährlich Millionen Besucherinnen und Besucher an – und damit auch Langfinger. Laut der Auswertung von Paul Camper gehört neben Las Ramblas sowie der Sagrada Família auch das für seine engen mittelalterlichen Gassen bekannte Stadtviertel Barri Gotic zu den Diebstahl-Hotspots.
4. Bangkok, Thailand
Platz vier der sogenannten Pickpocket Capitals belegt Thailands Hauptstadt Bangkok. Dort wurden 4,4 Prozent aller im vergangenen Jahr analysierten Diebstahlsfälle gemeldet.
Zu den touristisch stark frequentierten Orten gehören der Große Palast (Grand Palace) mit der Smaragd-Buddha-Statue, der riesige Chatuchak-Markt, Chinatown (Yaowarat) sowie der Asiatique The Riverfront.
5. Orlando, USA und Istanbul, Türkei
Die Mischung aus überfüllten Themenparks und Resorts macht Orlando zur Stadt mit den meisten gemeldeten Raubüberfällen (12,5 Prozent). Im Gesamtranking ist die Metropole im US-Bundesstaat Florida auf Platz fünf mit 4,3 Prozent, also nur knapp hinter Bangkok.
Orlando ist hauptsächlich durch die Themenparks von Walt Disney World und Universal Studios bekannt und gilt als die „Touri-Hauptstadt der USA“.
Auf ebenfalls 4,3 Prozent kommt Istanbul. Das Auswärtige Amt warnt in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen zur Türkei vor Taschendiebstählen in dieser und anderen Großstädten. Dabei werden laut der Behörde Opfer oft von bettelnden Kindern abgelenkt.
Vor allem im Stadtteil Beyoğlu seien vermehrt Betrugsfälle bekannt geworden, in denen Touristinnen und Touristen unter einem Vorwand in eine Bar eingeladen und anschließend gezwungen wurden, zur Begleichung der extrem überhöhten Rechnung eine größere Summe Bargeld von einem Geldautomaten abzuheben. Zudem komme es immer wieder zu Passdiebstählen.
Da sich Orlando und Istanbul den fünften Platz teilen, entfällt Rang sechs. Die weiteren Plätze im Ranking belegen New York auf Platz sieben (3,5 Prozent), gefolgt von Mailand in Italien (3 Prozent), Las Vegas (2,2 Prozent) und Delhi (1,9 Prozent).
Delhi verzeichnet die meisten Betrugsmeldungen
Die Hauptstadt Indiens belegt zwar nur Platz zehn im Gesamtranking, verzeichnet aber laut Radical Storage den höchsten Anteil an Betrugsmeldungen in den untersuchten Google-Bewertungen (7,9 Prozent).
In seinen Reise- und Sicherheitshinweisen zu Indien informiert das Auswärtige Amt, dass Touristinnen und Touristen in Neu-Delhi und anderen indischen Städten gelegentlich von örtlichen Reiseveranstaltern mit aggressiven Verkaufsmethoden zum Kauf überteuerter Reisen gedrängt würden. Das sei insbesondere im Stadtzentrum von Neu-Delhi der Fall.
Diese Büros würden sich als „staatlich anerkannt“ ausgeben, um besondere Qualität und Reputation vorzugeben. Örtliche Taxifahrer würden mitunter mit diesen Veranstaltern und unseriösen Hoteliers zusammenarbeiten. Diese fahren dann Reisende hauptsächlich direkt nach Ankunft am Flughafen in Neu-Delhi unter Ausreden, weshalb das beabsichtigte Ziel nicht erreichbar sei, gezielt dorthin.
Buch dir also am besten im Voraus bei seriösen Plattformen einen Flughafentransfer zum Hotel oder frag bei deiner Unterkunft nach, ob es einen Shuttleservice gibt.
Ferner seien Touristinnen und Touristen – besonders in Rajasthan und Goa – wiederholt Opfer gut organisierter Trickbetrügerinnen und ‑betrüger geworden, unter anderem über das Angebot anscheinend lukrativer Juwelengeschäfte.
Touristenfallen enttarnen: So schützt du dich vor Betrug im Urlaub
Um dich wirksam vor Touristenfallen und Betrugsmaschen im Ausland zu schützen, solltest du dich bereits vor der Reise informieren. Wer typische Abzock-Tricks kennt, erkennt Warnsignale schneller und gerät gar nicht erst in riskante Situationen.
Reisehinweise prüfen – vor der Abreise
Ein zentraler Schritt zur Vorbereitung ist der Blick auf offizielle Reise- und Sicherheitshinweise. Das Auswärtige Amt veröffentlicht regelmäßig aktuelle Informationen zu Sicherheitslage, Kriminalität, Betrugsformen und besonderen Risiken in einzelnen Ländern. Auch lokale Medienberichte oder offizielle Tourismus-Webseiten liefern Hinweise auf aktuelle Entwicklungen.
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- verbreitete Betrugsmaschen am Reiseziel
- bekannte Problemviertel
- aktuelle Warnungen zu Demonstrationen oder erhöhter Kriminalität
- Verhaltensempfehlungen für Reisende
Typische Touristenfallen erkennen
Touristenfallen funktionieren oft nach ähnlichen Mustern: Zeitdruck, Ablenkung, Hilfsbereitschaft oder vermeintliche Schnäppchen werden gezielt ausgenutzt. Besonders häufig sind:
- überteuerte Taxifahrten ohne Taxameter
- manipulierte Geldwechsel-Tricks
- falsche Polizisten oder angebliche Kontrolleure
- „Gratis“-Angebote mit versteckten Kosten
- inszenierte Notlagen oder Hilferufe
Damit du vorbereitet bist, stellen wir dir in diesem Artikel elf gängige Betrugsmaschen im Detail vor, erklären, wie sie funktionieren, und zeigen, wie du dich effektiv davor schützt.
Was tun im Schadensfall?
Trotz aller Vorsicht kann es passieren, dass du Opfer einer Abzocke wirst. Wichtig ist dann:
- Ruhe bewahren und Beweise sichern (Fotos, Quittungen, Namen, Kennzeichen).
- Den Vorfall umgehend bei der örtlichen Polizei melden.
- Kreditkarten oder SIM-Karten sofort sperren lassen.
- Kontakt mit deiner Reiseversicherung aufnehmen.
Je schneller du reagierst, desto größer ist die Chance, finanzielle Schäden zu begrenzen.
Was müssen Reisende aktuell wissen? Alle wichtigen News für den Urlaub findest du beim reisereporter.