„Ich bin entsetzt“

Rapper ruft bei Linken-Wahlkampf in Berlin zu Gewalt gegen Israel auf

Elif Eralp, Linken-Spitzenkandidatin bei der Wahl zum Abgeordnetenhaus von Berlin 2026, spricht bei einer Kundgebung.

Berlin. Die Berliner Linke-Spitzenkandidatin Elif Eralp hat den Auftritt eines Rappers mit Gewaltaufrufen bei einer Wahlkampfveranstaltung des Neuköllner Bezirksverbandes ihrer Partei sehr deutlich kritisiert. „Wie meine Parteivorsitzende Kerstin Wolter verurteile ich den Auftritt in Neukölln aufs Schärfste. Aufrufe zur Gewalt und zur Tötung von Menschen sind absolut inakzeptabel“, teilte Eralp der Deutschen Presse-Agentur mit. „Ich bin entsetzt, die Verantwortlichen hätten sofort intervenieren müssen.“

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Die Veranstaltung am Samstagabend auf dem Herrfurthplatz hieß „Wütend auf den Kapitalismus“. Angekündigt waren Kandidaten der Linke für die Abgeordnetenhauswahl und die BVV-Wahlen am 20. September sowie Musiker und andere Künstler. Nach Medienberichten soll ein umstrittener Rapper ein Lied gegen den Krieg Israels in Gaza mit Zeilen wie „Yalla Yalla Intifada Westbank, Palästina, Gaza“ sowie „Death to the IDF“ (Tod der israelischen Armee) gesungen haben. Viele Zuschauer tanzten und klatschten, die anwesenden Politiker reagierten demnach nicht.

Eralp: „Ich stehe klar für den Schutz von jüdischen Leben“

Intifada bezeichnet Aufstände in Palästina gegen die israelische Besatzung Ende der 1980er und Anfang der 2000er-Jahre mit zahlreichen Angriffen und Selbstmordanschlägen und sehr vielen Toten auf beiden Seiten.

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Eralp erklärte weiter: „Der Bezirksverband Neukölln hat den Sänger eingeladen, ich erwarte, dass dort aufgeklärt wird, wie es zu so einer Grenzüberschreitung kommen konnte und dass es Konsequenzen gibt. Ich stehe klar für den Schutz von jüdischen Leben und gegen jede Form von Antisemitismus.“

RND/dpa