Sicherheit beim Smartphone

Weihnachtsmarkt-Besuch: BSI warnt vor riskanten Handy-Einstellungen

Besucher auf einem Weihnachtsmarkt: Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik rät, vor dem Besuch bestimmte Handy-Einstellungen zu überprüfen. (Symbolbild)

Unter hohen Sicherheitsvorkehrungen haben die Weihnachtsmärkte aktuell geöffnet. Nach den Anschlägen auf Weihnachtsmärkte in Berlin (2016) und Magdeburg (2024) haben viele Bundesländer ihre Auflagen verschärft. Während sich viele Besucher vor physischen Gefahren fürchten, übersehen sie laut Experten ein anderes Risiko: Cyberangriffe auf mobile Geräte. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) rät dazu, vor dem Weihnachtsmarktbesuch bestimmte Handy-Einstellungen zu überprüfen – besonders beim WLAN.

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Gerade in Menschenmengen und an öffentlichen Orten sind Smartphones ein beliebtes Ziel für Kriminelle. Offene Netzwerke, dauerhaft aktivierte Funkverbindungen und automatische Netzwerksuchen können Angreifern den Zugriff auf sensible Daten erleichtern.

BSI rät: WLAN unterwegs ausschalten

Verbraucherschützer und das BSI warnen besonders vor der WLAN-Funktion. Ist das WLAN dauerhaft auf dem Handy aktiviert, sucht das Smartphone ständig nach verfügbaren Netzwerken – auch in fremder Umgebung. Dabei können sich Geräte unbemerkt mit unsicheren oder manipulierten Hotspots verbinden.

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Die Empfehlung der Experten ist deswegen klar: Das WLAN sollte unterwegs ausgeschaltet werden, wenn es nicht konkret benötigt wird. Das erhöht die Sicherheit und schont zudem den Akku. Viele Smartphones bieten inzwischen Funktionen, mit denen sich WLAN außerhalb bekannter Netzwerke automatisch deaktivieren lässt.

Warnung vor veralteten Mobilfunknetzen

Zusätzlich warnt aktuell die französische Cybersicherheitsbehörde CERT-FR vor der Nutzung alter Mobilfunkstandards wie 2G. Diese basieren auf veralteten Sicherheitsmechanismen und gelten als besonders anfällig für Angriffe. In Teilen Deutschlands – vor allem im ländlichen Raum – wird 2G weiterhin genutzt, weil moderne Netze noch nicht flächendeckend verfügbar sind.

Komplett offline zu gehen, wäre zwar am sichersten, ist im Alltag allerdings kaum praktikabel umsetzbar.

Öffentliches WLAN: bequem, aber gefährlich

Kostenlose WLAN-Angebote auf Weihnachtsmärkten, in Cafés oder Hotels sind verlockend – bergen jedoch Risiken. In offenen Netzwerken können unter Umständen Login-Daten, Standortinformationen oder Inhalte von E-Mails abgefangen werden.

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Die Behörden raten deshalb:

  • Nur Webseiten mit HTTPS-Verschlüsselung nutzen
  • Kein Online-Banking, keine Käufe und keine Passworteingaben im offenen WLAN
  • WLAN-Verbindungen nach der Nutzung aktiv trennen

Auf die vermeintliche Sicherheit öffentlicher Hotspots sollte man sich nicht verlassen.

VPN als zusätzlicher Schutz

Cyber-Experten empfehlen für öffentliche Netzwerke die Nutzung eines Virtual Private Networks (VPN). Ein VPN verschlüsselt die Internetverbindung und schützt den Datenverkehr vor fremden Zugriffen. Wichtig ist dabei, auf seriöse Anbieter zu setzen, die keine Nutzerdaten speichern. Von kostenlosen VPN-Diensten raten Fachleute aber ab, da diese häufig Daten sammeln oder Sicherheitslücken aufweisen.

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Grundregeln für mobile Sicherheit zur Weihnachtszeit

Unabhängig vom Weihnachtsmarktbesuch empfiehlt das BSI grundlegende Schutzmaßnahmen für Smartphones:

  • Bildschirmsperre aktivieren, idealerweise biometrisch
  • Starke PIN oder langes Passwort verwenden
  • Apps nur aus offiziellen Stores installieren
  • Automatische Updates aktivieren
  • WLAN, Bluetooth und NFC deaktivieren, wenn sie nicht benötigt werden
  • App-Berechtigungen und Mails regelmäßig überprüfen